An heissen Sommertagen können Sonnenstich und Hitzschlag schnell zum Problem werden. Beide Zustände unterscheiden sich in Ursache und Schwere deutlich. Hier erfahren Sie, wie Sie die beiden unterscheiden und im Ernstfall richtig reagieren.

Sonnenstich: Wenn der Kopf überhitzt

Ein Sonnenstich entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken, die zu einer Reizung der Hirnhäute führt. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, ein hochroter, heisser Kopf, Nackenschmerzen, Übelkeit und Ohrensausen. Das Bewusstsein bleibt dabei in der Regel klar, die Körpertemperatur ist meist normal.

Hitzschlag: Der medizinische Notfall

Ein Hitzschlag ist deutlich ernster: Die körpereigene Temperaturregulation versagt vollständig, die Körperkerntemperatur steigt auf über 40 °C. Warnzeichen sind starke Erschöpfung, Schwindel und Übelkeit sowie, als kritisches Alarmsignal, trockene, heisse Haut, weil das Schwitzen aussetzt. Dazu kommen ein schneller Puls, Verwirrtheit oder Bewusstseinstrübung. Ein Hitzschlag kann auch ohne direkte Sonneneinstrahlung auftreten und ist lebensbedrohlich.

Erste Hilfe bei Sonnenstich

Die betroffene Person sofort in den Schatten oder einen kühlen Raum bringen, Kopf und Oberkörper leicht erhöht lagern und Kopf sowie Nacken mit feuchten, kühlen Tüchern kühlen. Bessern sich die Beschwerden nicht innert kurzer Zeit, ärztliche Hilfe aufsuchen.

Erste Hilfe bei Hitzschlag

Sofort den Notruf 144 / 112 wählen. Die Person an einen kühlen Ort bringen, enge Kleidung öffnen, mit lauwarmem (nicht eiskaltem) Wasser kühlen und Luft zufächeln. Kühlende Auflagen an Stirn, Nacken, Achseln und Leisten platzieren, da dort grosse Blutgefässe nahe an der Oberfläche liegen. Flüssigkeit nur verabreichen, wenn die Person voll bei Bewusstsein ist und sicher schlucken kann. In jedem Fall Flüssigkeit nur in sehr kleinen Schlucken verabreichen.

Vorbeugen ist am einfachsten

Kopfbedeckung tragen, ausreichend trinken, körperliche Anstrengung in die kühleren Tages-Randzeiten verlegen und direkte Mittagssonne meiden. Das gilt besonders für Kinder und ältere Personen, deren Temperaturregulation empfindlicher reagiert.